
Während sich Europa, dank immer neuer „linker Auguren“, seit einem Jahrzehnt in der immer gleichen Debatte über „Rechtsextremismus“ und die vermeintliche „Gefahr von rechts“ erschöpft, hat nun ausgerechnet ein Kolumnist der britischen „Sunday Times“ das politische Koordinatensystem umgedreht. Matthew Syed, langjähriger BBC- und Times-Autor, nahm die jüngsten Aussagen des neuen deutschen Fußball-Nationaltrainers Jürgen Klopp zum Anlass, um zu Angela Merkel eine politische Abrechnung zu formulieren, die man noch vor wenigen Jahren in keinem großen westlichen Leitmedium hätte lesen können. Bei uns beim „März“ übrigens schon (siehe Link unten). Klopp hatte in einer Rede gefordert, der deutsche Nationalstolz müsse „den falschen Leuten entrissen werden“ – und gemeint war ganz merkelianisch natürlich die AfD. Syed widersprach ihm frontal und richtete stattdessen seine Kritik auf jene Frau, deren Amtszeit vor fünf Jahren noch – zumindest medial – unter „allgemeinem Beifall“ endete, nämlich Angela Merkel.
Es gehört zu den erstaunlicheren Phänomenen der jüngeren europäischen Politikgeschichte, dass Angela Merkel lange Zeit gerade für jene Eigenschaft bewundert worden ist, die ihre Kritiker heute als Kern ihres politischen Versagens beschreiben: Die scheinbare Abwesenheit von Ideologie. Die deutsche Bundeskanzlerin galt als nüchtern, wissenschaftlich, pragmatisch und geradezu emotionslos vernünftig. Sechzehn Jahre lang regierte sie Deutschland, wurde von internationalen Medien zur Krisenmanagerin Europas verklärt und verließ schließlich 2021 das Kanzleramt unter dem Applaus eines beträchtlichen Teils des politischen und medialen Establishments. Fünf Jahre später ist die Bilanz ihrer Regierungsära geradezu desaströs: Migrationskrise, Energieabhängigkeit von Russland, Nord Stream 2, der Zustand der Bundeswehr und die politischen Verwerfungen im deutschen Parteiensystem werfen viele Fragen auf! Syed nutzt diesen Anlass, um Bilanz zu ziehen und beschreibt dabei jene Lebenslüge, welche der deutschen und europäischen Öffentlichkeit seit 2015 vermittelt worden ist: Merkel sei eine Kanzlerin der Vernunft und der Menschlichkeit gewesen, während ihre „dummen“ Kritiker abseits am rechten Rand standen. Die realistische Wahrheit, so Syed, sei nämlich tatsächlich das genaue Gegenteil:
Merkel, nicht die populistische Rechte, war die wahre Extremistin unserer Zeit! Es ging nicht nur darum, dass sie 2015 die Tür für fast eine Million ungeprüfter, überwiegend männlicher Asylbewerber öffnete, sondern dass sie dies in dem vollen Bewusstsein der Konsequenzen tat. Wir wissen das, weil sie bereits zum Zeitpunkt ihrer (damals weithin gefeierten) „Wir schaffen das“-Rede auf viele dieser Folgen hinwies. Sie wusste, dass dies das deutsche Volk mit ruinösen finanziellen Kosten belasten würde, handelte aber dennoch und stellte die Zurschaustellung ihrer eigenen moralischen Haltung über die Interessen ihrer Wähler.
Matthew Syed, Sunday Times, 19. September 2026, Quelle: https://www.thetimes.com/comment/columnists/article/angela-merkel-populist-extreme-right-2mxspz6c0

Die Kanzlerin, die als Vorbild gefeiert wurde
Sechzehn Jahre lang regierte Angela Merkel Deutschland, und sechzehn Jahre lang genoss sie in den internationalen Feuilletons einen Ruf, der fast schon sakral anmutete: die „mächtigste Frau der Welt“, die „Anführerin der freien Welt“, die vermeintlich ruhige Hand in stürmischen Zeiten. Dieses Bild überstand die Eurokrise, es überstand die verkorkste Griechenland-Rettung und es überstand sogar (dank großer medialer Schützenhilfe) den Herbst 2015, in dem binnen weniger Monate- dank Merkels Handeln- mehr als eine Million Migranten unkontrolliert nach Deutschland strömten. Ihre Fehlentscheidungen beschränken sich aber nicht nur auf Eurokrise und Migrationspolitik! Syed erinnert in seiner Analyse daran, was diese Kanzlerschaft zusätzlich an negativen Entwicklungen hinterlassen hat: eine kaputt gesparte Bundeswehr, die sich gemeinsam mit vielen europäischen Partnern jahrzehntelang auf Kosten der eigenen Verteidigungsfähigkeit an amerikanischen Sicherheitsgarantien bediente, eine gezielt weiter aufgebaute Gasabhängigkeit von Wladimir Putins Russland und eine beispiellos überzogene politische Anbiederung an China, welche die deutsche Industriepolitik bis heute belastet.
Die Geschichte wird die Hyperliberalen als jene Vandalen beurteilen, die unsere Grenzen aufgelöst und die Bedrohung durch Putin ignoriert haben.
Matthew Syed, Sunday Times, 19. September 2026, Quelle: https://www.thetimes.com/comment/columnists/article/angela-merkel-populist-extreme-right-2mxspz6c0
Dass ausgerechnet diese Politik über Jahre medial als „gemäßigte Mitte“ durchgehen konnte, während jeder, der Angela Merkel kritisierte, sprachlich und politisch gerne immer weiter an den Rand gerückt wurde, ist dabei der eigentliche Skandal. Syed beschreibt in seinem Kommentar präzise die rhetorische Eskalationsspirale, mit der Kritiker der Merkel-Politik erst als „rechts“, dann als „weit rechts“ und schließlich als „rechtsextrem“ gebrandmarkt wurden und dieses Attribut will das deutsche politische Establishment der AfD heute immer noch umhängen. Und all das geschah oft nicht, weil die Gegenargumente der Kritiker extremer wurden, sondern weil sich das „politisch korrekte“ Fenster des Sagbaren in den deutschen Mainstreammedien immer enger um die eigene Politik der Kanzlerin und ihrer linken Befürworter schloss. Wer davon abwich, galt als rechts und damit als unmenschlich und war abzulehnen! Damit wurden all jene Menschen mundtod gemacht, die wussten und warnen wollten, dass eine Arabisierung und Islamisierung Deutschlands in Rekordzeit nur im Desaster enden konnte! Die Rechnung bezahlen nun unzählige vergewaltige Frauen, Opfer von Terroranschlägen etwa auf Weihnachtsmärkten, die nun gegen islamistische Auto- und Busattacken befestigt werden müssen!
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Wie aus einem Kontrollverlust ein Deaster wurde
Der neuralgische Punkt jeder Merkel-Bilanz bleibt der September 2015. Dabei ist verbale Präzision wichtig, weil der Begriff „Grenzöffnung“ inzwischen selbst zum politischen Kampfbegriff geworden ist. Merkel erklärte später eine politisch korrekte Diktion: Deutschland und Österreich hätten in einer humanitären Ausnahmesituation den in Ungarn feststeckenden Flüchtlingen die Weiterreise ermöglicht. Die Grenzöffnung des Spätsommers 2015 war aber selbstverständlich eine Grenzöffnung und nüchtern betrachtet, für einen Nationalstaat ein einmaliger extremer Akt exekutiver Willkür ohne parlamentarisches Mandat, ohne europäische Abstimmung und ohne belastbares Konzept für die Folgen. In einer Regierungserklärung von 2018 bezifferte Merkel selbst die Zahl der alleine 2015 nach Deutschland gekommenen „Flüchtlinge“ auf 890.000.
Millionen fremde Menschen aus dem Nahen Osten kamen in einem „Window of opportunity“ in ein für sie kulturell wie religiös völlig fremdes Mitteleuropa, dessen Behörden weder die Kapazität noch die Vorbereitung hatten, Herkunft, Identität oder Schutzbedürftigkeit der Ankommenden verlässlich zu prüfen. Eine Umverteilung in Europa gab es nicht, denn Merkels und Faymanns Alleingang unterstützte niemand sonst in der EU – mit Ausnahme der Schweden, die dann diese Politik auch schwer bereuen sollten! Wer 2015/2016 medial aber auf diese schlichte Tatsache hinwies und gar wagte zu sagen, die Araber seien in Deutschland nicht zu integrieren, wurde nicht mit Gegenargumenten konfrontiert, sondern mit moralischer Ächtung. Die „Willkommenskultur“ des „Wir schaffen das!“ wurde in völlig lächerlicher und übertriebener Manier zur Staatsräson erklärt, jeder Zweifel daran zur Charakterfrage stilisiert. Diese Politik hat seitdem viele Opfer gefordert und das Sicherheitsgefühl in Mitteleuropa in vielen größeren Städten zerstört! Der deutsche Fußballer Tony Kroos, natürlich einst lauter Fan von Angela Merkel, beschrieb das 2024 dann so:
„Ich finde nach wie vor, dass Deutschland ein tolles Land ist. Ich bin auch gerne da. Es ist aber nicht mehr ganz das Deutschland, das es vielleicht vor zehn Jahren (2014, Anmerkung) war, als wir gegangen sind. Ich habe eine siebenjährige Tochter. Wenn mich aktuell jemand fragen würde: Würdest du deine Tochter abends um 23 Uhr in Spanien rauslassen oder in einer deutschen Großstadt? Da wäre ich tendenziell eher bei Spanien.“
Fussballer Tony Kroos; Quelle: https://www.fr.de/sport/fussball/toni-kroos-sicherheit-klartext-und-migration-em-deutschland-dfb-spanien-93174792.html
Die Folgen dieser fahrlässigen Politik von Angela Merkel sind heute in jeder Kriminalstatistik, jeder Sozialkassenbilanz und jedem Wahlergebnis ablesbar. Deutschlands Sicherheitsgefühl hat sich seit 2015 spürbar verschlechtert, die Zahl der Massenvergewaltigungen geht stetig nach oben, das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates ist erodiert – und die parlamentarische Quittung dafür, nämlich die AfD, sitzt inzwischen mit über 150 Abgeordneten im Bundestag. Merkels eigener Nach-Nachfolger Friedrich Merz versucht seit Monaten, mühsam zu reparieren, was Merkels, auf tagespolitischen journalistischen Applaus ausgerichtete, emotionale Migrationspolitik angerichtet hat! Und was macht Merkel, statt endlich historische Verantwortung zu übernehmen? Sie feiert weiterhin öffentlich, vor einem meist linken Publikum, ihre Regierungsbilanz ab – etwa in einem Buch oder bei vielen Auftritten, bei denen sie auch Friedrich Merz durch die Blume kritisiert.

Die harte Realität hinter der Fassade der Staatsfrau
Die finanziellen Konsequenzen waren ebenso gravierend wie die demographischen, kulturellen und sicherheitspolitischen Folgen für Deutschland und Österreich! Die Bundesregierung bezifferte die flüchtlingsbezogenen Belastungen des Bundeshaushalts für 2016 auf 20,43 Milliarden Euro und für 2017 auf 21,22 Milliarden Euro. Diese Zahlen zeigen die Größenordnung der staatlichen Aufgabe und wie enorm viel Geld ausgegeben worden ist, um illegal eingereiste Menschen mit vielfach erfundenen Fluchtbiographien aus Nahost jahrelang vermeintlich humanitär zu alimentieren. Allein 2016 unterstützte der Bund Länder und Kommunen bei Flüchtlings- und Integrationskosten mit 9,3 Milliarden Euro. Es war und ist also eine enorme Belastung und Überlastung von Verwaltung, Wohnungsmarkt, Schulen, Sozialleistungen und Integrationsinfrastruktur. Terroristen und Islamisten kamen so en masse weitgehend unkontrolliert ins Land und machten es sich vielfach im Sozialstaat gemütlich!
Auch außenpolitisch fällt die merkelsche Bilanz tatsächlich verheerend aus, sobald man sich von der üblichen linksliberal journalistisch geprägten Hofberichterstattung des politischen Berlins etwas befreit. Merkel trieb den Bau von Nord Stream mit Nachdruck voran und hielt selbst nach der völkerrechtswidrigen russischen Annexion der Krim 2014 unbeirrt am Nachfolgeprojekt Nord Stream 2 fest. Sie machte Deutschland damit – trotz vieler Warnungen – strategisch erpressbar gegenüber einem russischen Regime, dessen imperiale Ambitionen längst offenkundig waren! Das war ein milliardenschwerer Fehler, dessen volle Tragweite sich erst zeigte, als Putin 2022 in die Ukraine einmarschierte und Europa in eine Energiekrise stürzte, die Millionen Bürger und Unternehmen viel Geld kosten sollte und ganze wirtschaftliche Existenzen untergrub. Auch die Anbiederung an Xi Jingpings China mit ständigen gemeinsamen Regierungssitzungen und viel Besuchsdiplomatie, bezahlte Deutschland am Ende mit einer beschleunigten Deindustrialisierung, weil China seine Industriesubventionen schamlos hochfuhr, um Europas Industrie auf Kosten der eigenen Marktanteile zu zerstören!
Parallel dazu ließ Merkel die Bundeswehr über Jahre hinweg finanziell austrocknen, obwohl spätestens seit dem IS-Aufstieg und der Krimannexion klar war, dass militärische Macht politisch ein Revival feiern würde. Merkels China-Politik folgte demselben ignoranten Muster des Wünsch-dir-Was: Viel zu enge wirtschaftliche Verflechtungen ohne strategische Rücksicht auf eigene, dadurch entstehende Abhängigkeiten, die Deutschland heute schaden! An diesen drei zentralen Politikfeldern – Migration, Energie, Verteidigung – sehen wir heute dasselbe Muster einer schlechten Führung durch Angela Merkel! Jedes Mal wurde für kurzfristigen Applaus Symbolpolitik über Realpolitik und die langfristige Verantwortung gegenüber dem Land gestellt. Nach Fukushima vollzog ihre Regierung 2011 eine spektakuläre Kehrtwende und beschloss, die kommerzielle Nutzung der Kernenergie spätestens Ende 2022 zu beenden. Der Atomausstieg mitten in einer Verteuerungsspirale der Energiekosten – ausgelöst durch eine von Merkel unter grünem journalistischen Druck forcierte, überhastete und überteuerte „Energiewende“- war ein weiteres Paradebeispiel für (wirtschaftlich) verantwortungsloses Handeln! Dafür ging man neue fossile Abhängigkeiten ein: Noch 2021 kamen nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums rund 55 Prozent aller deutschen Erdgaslieferungen aus Russland.
Genau das meint Syed, wenn er schreibt, Extremismus bemesse sich nicht an der Lautstärke einer Position, sondern an ihrem Missverhältnis zu Kontext, Geschichte und tatsächlicher Zustimmung der Bevölkerung. Nach diesem Maßstab, so seine These, war nicht der politische Rand in Merkels Deutschland extrem, sondern das Zentrum der Macht selbst. Deshalb reüssierte die AfD zu Beginn auch teilweise so gut mit dem Abklatsch eines CDU-Programms aus den 1990ern. Noch 2013 war die AfD mit 4,7 Prozent knapp am Einzug in den Bundestag gescheitert, aber schon bei der Bundestagswahl 2017 erreichte sie 12,6 Prozent. Bei der Wahl 2025 waren es dann 21 Prozent und heute sind es in Umfragen um die 30 Prozent! Wer den Aufstieg rechter Protestparteien verstehen will, kann deshalb die Entscheidungen des Jahres 2015 und die anschließende Polarisierung nicht ignorieren.
Fazit
Die eigentliche Brisanz der Abrechnung Matthew Syeds liegt somit in der Umkehrung einer politischen Erzählung, die Deutschland über Jahre geprägt hat. Angela Merkel galt als Verkörperung von Maß, Vernunft und Pragmatismus, während Kritiker ihrer Migrations-, Energie- oder Russlandpolitik vielfach als verantwortungslos, rechtsextrem, Reichsbürger oder politisch randständig dargestellt wurden. Heute lässt sich diese einfache Rollenverteilung in „Gut“ (links) und „Böse“ (rechts) aber kaum noch aufrechterhalten. Die Folgen der Entscheidungen von 2015, die langfristige Abhängigkeit von russischem Gas, Nord Stream 2, die jahrelange Vernachlässigung der Verteidigungsfähigkeit und die tiefgreifende Veränderung des deutschen Parteiensystems gehören inzwischen zur historischen Bilanz von Angela Merkels Kanzlerschaft. Sie war eine Kanzlerin, die ihre große politische Macht ohne demokratische Rückkopplung zu ihrem Volk, ohne strategische Weitsicht und ohne Bereitschaft zur Korrektur viel zu lange ausgeübt hat. Migration, Energie und Verteidigung sind dabei keine drei getrennten Fehler – sondern sie sind die drei Säulen einer einzigen Fehlentscheidung, nämlich der Illusion, moralische Selbstgewissheit könne reale geopolitische Konsequenzen ersetzen. Gerade eine Politik, die sich selbst als pragmatisch versteht, muss sich immer daran messen lassen, ob sie Risiken auch rechtzeitig erkennt und langfristige Konsequenzen berücksichtigt. Die Islamisierung Deutschlands, mehr Gewalt und Terrorgefahr, Deindustrialisierung und explodierende Energiekosten waren alles vorhersehbare Konsequenzen! Merkel hat kritische Argumente aber offenbar allesamt weggewischt, obwohl die Silvesternacht von Köln oder der Grenzsturm mit Gewalt schon früh hätte Warnung genug sein müssen!
Vielleicht wird deshalb ausgerechnet die scheinbar unspektakuläre Angela Merkel einmal zu einer der umstrittensten Kanzlerfiguren der deutschen Nachkriegsgeschichte werden. Nicht weil sie mit revolutionären Parolen regierte, sondern weil sie unter dem Mantel des Pragmatismus desaströse Entscheidungen getroffen hat, deren Tragweite weit über ihre Amtszeit hinausreichen. Syeds Polemik trifft genau diesen wunden Punkt: Politischer Extremismus muss sich nicht zwingend durch schrille Rhetorik ankündigen; seine Kritiker können darunter auch eine Politik verstehen, die bestehende Grenzen und Gewissheiten in ungewöhnlichem Ausmaß verschiebt, während sie sich selbst weiterhin als Mitte verklärt. Ob die Geschichtsschreibung Merkel eines Tages tatsächlich so hart beurteilen wird wie Syed, bleibt zwar noch offen, sicher ist aber: Der Heiligenschein der vermeintlich alternativlosen Kanzlerin ist verschwunden und übrig geblieben ist eine politische Bilanz, die nicht nach guten Absichten, medialem Applaus oder moralischen Gesten beurteilt werden sollte, sondern nach den langfristigen negativen Folgen ihrer Entscheidungen für Deutschland und Europa. Wer das Hausrecht der eigenen Nation nicht ausübt, verliert irgendwann die Kontrolle über das eigene Haus. Angela Merkel hat dieses Haus über sechzehn Jahre verwaltet – und es in einem Zustand hinterlassen, dessen wahres Ausmaß erst jetzt, mit einigem zeitlichen Abstand, in seiner vollen Schärfe sichtbar wird.
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