
Jason Arday hat nach seinem mutmaßlichen Betrug den Freitod gewählt. Das ist tragisch. Aber Tragik hebt erlogene Tatsachen nicht auf. In Großbritannien wird nun von einem peinlich berührten (linken) Establishment ein handfester akademischer Skandal, der die Diversitätspolitik peinlichst vorführt, teils in eine moralische Anklage gegen jene umgedeutet, die ihn öffentlich machten. Der sozialdemokratische Premierminister Andy Burnham mahnte etwa zur „Reflektion“ und warnt trotz erdrückender Vorwürfe vor vorschnellen Urteilen! Andere Kommentatoren sprechen von Rassismus und medialer Hetze und auch österreichische Medien wie der Standard nehmen Jason Arday teilweise in Schutz. Dabei fallen die vielen unfassbaren dreist erlogenen und erfundenen Fakten aus Ardays Leben unter den Tisch. Es wird auch ignoriert das der mutmaßliche Hochstapler anderen Menschen Chancen mit seinem Betrug gestohlen hat! Arday wurde nämlich wohl dank positiver Diskriminierung (aka DEI) zum Professor der Elite-Universität Cambridge ernannt und dafür als Posterboy auch noch gefeiert. Diese renommierte Position übte er aber nur wenige Jahre aus, bis das Kartenhaus seiner Lügen dann in sich zusammenkrachte!
Der Fall ist gerade deshalb brisant, weil Cambridge Arday 2023 ausdrücklich als jüngsten schwarzen Professor der Universität, als außergewöhnlichen Wissenschafter und als Symbol für mehr diverse nicht-weiße Repräsentation präsentierte und auf ein Podest hob. Seine wohl durchwegs erfundene Biografie – Autismus, angebliche Sprachlosigkeit bis elf, Analphabetismus bis 18, diverse schwere Krankheiten, enorme sportliche Leistungen, veröffentlichte Bücher und Berufserfahrung auf anderen Universitäten – wurde Teil einer institutionellen Heldengeschichte. Tenor: Wir haben endlich einen jungen schwarzen Professor gefunden, der diskriminiert wurde und gelitten hatte und der nun beste akademische Leistungen erzielt! Blöderweise entsprach das nie der Realität und auch seine Disseration war neben Plagiaten wohl eher schlecht! Arday half bei seinen Lügen der „woke“ linke Zeitgeist: Zwei Jahre vor seiner Bestellung hatten 152 Studierende und Alumni der zuständigen Fakultät in Cambridge gefordert, die Personalpolitik zu „dekolonisieren“. Da kam ein schwarzer Akademiker mit Musterlebenslauf gerade recht!
Drei Jahre später untersucht das peinlich vorgeführte Cambridge nun selbst die Umstände seiner Berufung. Es bleibt die Frage offen: Wie konnte eine der berühmtesten Universitäten der Welt einen Mann zum Vorzeigeprofessor machen, dessen Lebenslauf, Publikationen und öffentliche Erfolgsgeschichte allesamt als teils grob unwahr entlarvt wurden? Plagiatsvorwürfe zu seiner Dissertation kamen übrigens auch noch dazu! Nun erheben informierte Insider schwere Vorwürfe gegen die Verantwortlichen!
Meinen Quellen zufolge wussten viele, wenn nicht alle Professoren in Cambridge über diesen Vorfall seit über einem Jahr!
Aufdecker Nathan Cofnas, „DEI Fraud and Cover-Up at Cambridge“, 21. Juli 2026

Viel zu „woke“ um wahr zu sein: Ardays Biographie
Der emeritierte Professor Dave Harris stellte 2023 auffällige Überschneidungen in einer Arbeit Ardays fest. Der Soziologe Martyn Hammersley schrieb daraufhin an die Fakultät und die zuständige Stelle für Research Integrity. Er sprach von subsantiellen Plagiaten und wies sogar darauf hin, dass Zitate angeblicher Interviewteilnehmer Ähnlichkeiten mit einer älteren Studie aufwiesen. Cambridge antwortete, die Forschung sei vor Ardays Berufung entstanden und falle daher grundsätzlich nicht in den eigenen Untersuchungsbereich. Die Fakultätsleitung erklärte aber zugleich, Arday habe ihre „full support“. Noch schwerer wiegt Vorwürfe aus dem Jahr 2025: Ausgerechnet die renommierte Times Higher Education arbeitete laut Retraction Watch an einer umfangreichen Geschichte über Plagiatsvorwürfe gegen Arday. Ein Fachmann, der ein 63-seitiges Dossier prüfte, sah keinen Zweifel an einem umfangreichem Plagiat des Cambridge Professors. Nachdem Arday aber die renommierte Medienkanzlei Carter-Ruck eingeschaltet hatte, erschien die Geschichte nicht. Die „Times“ knickte vor angedrohten juristischen Konsequenzen Ardays ein! Der „jüngste schwarze Professor“ ist somit ein dokumentierter Fall, in dem eine bedeutende Fachpublikation eine brisante Recherche nach juristischem Druck des Verdächtigen fallen ließ.
Auch außerhalb seiner akademischen Forschung häuften sich Angaben, die einer Überprüfung nicht oder nur teilweise standhielten. Arday behauptete öffentlich, 600 Meilen in sechs Tagen gelaufen zu sein– eine Leistung nahe dem Weltklasseniveau im Ultralauf. Auf Nachfrage räumte er dann ein, dass er die Strecke tatsächlich über zwölf Tage absolviert habe. Er hatte außerdem angegeben, in der BBC-Reihe „Seven Up“ vorgekommen zu sein! Diese begann 1964, Arday wurde aber erst 1985 geboren und die BBC erklärte dann auf Nachfrage, er habe mit den Filmen nichts zu tun gehabt. Weitere Zweifel betrafen akademische Funktionen als Gastprofessor , ein angeblich erschienenes Buch (das nie veröffentlicht wurde) und einen außergewöhnlich hohen Buchvorschuss. Akademische Institutionen (Ohio State und die University of Glasgow) bestritten von ihm angeführte Gastprofessuren und sein Buch war laut Verlag nie mehr als ein Vorschlag seinerseits. Ardays Aussage, er sei als Kind lange nonverbal gewesen, wird von früheren Mitschülern zudem widersprüchlich erinnert! Einige widersprechen seiner Behauptung, andere stützen sie wiederum. Seine medizinische Angaben zu Autismus, Epilepsie oder Krebs sind öffentlich freilich nicht so geklärt, dass man sie pauschal als erfunden bezeichnen könnte. Aber auch sie wirken in ihrer Dichte reichlich spektakulär und damit wohl aus der Luft gegriffen! Die überprüfbaren Widersprüche sind aber freilich gravierend genug.
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„DEI“ (aka Diversitätspolitik) war Teil der Inszenierung
Cambridge präsentierte Arday nicht einfach als einen Soziologieprofessor unter vielen. Seine Hautfarbe, soziale Herkunft, Neurodivergenz und außergewöhnliche Bildungsbiografie wurden zu einer öffentlichen Erfolgsgeschichte verdichtet. Bei seiner Berufung erklärte die Universität ausdrücklich, er werde helfen, die Unterrepräsentation von Menschen aus sozioökonomisch benachteiligten sowie schwarzen, asiatischen und anderen ethnischen Minderheiten zu bekämpfen. Die Universität setzte also gezielt auf Diversitätspolitik und positive Diskriminierung, um unbedingt einen schwarzen Menschen an ihrer Fakultät zu haben! Auf seine Dissertation hatte ausgerechnet an der Eliteuniversität aber offenbar keiner einen genaueren Blick geworfen! Vielleicht weil Arday zuviele woke Kriterien übererfüllt hatte! Medien berichteten heute über mehr als hundert Passagen in Ardays Dissertation, die einer sechs Jahre älteren Arbeit stark ähnelten oder nahezu entsprachen. Arday bestritt hier vorsätzliches Plagiieren und räumte Fehler ein. Solche eingestandenen Fehler machen den Vorgang freilich nicht banal: An einer Eliteuniversität ist sauberer Umgang mit fremdem Text nämlich elementar.
Cambridge verteidigte Arday zunächst lange als Opfer einer gemeinen Kampagne gegen seine Glaubwürdigkeit. Erst als immer mehr neue Informationen zu Qualifikationen und Karriere auftauchten, folgten weitere Untersuchungen. Das Jesus College erklärte später ausdrücklich, man habe darauf vertraut, dass die Universität seine akademischen Angaben vor der Aufnahme als Fellow gründlich geprüft habe. Der institutionelle Kern ist damit offengelegt: Eine Eliteinstitution verließ sich auf Angaben, die offenbar nicht robust genug verifiziert worden waren. Genau hier liegt das offensichtliche DEI-Versagen. Diversität wird nämlich gefährlich, sobald Institutionen aus einzelnen Menschen moralische Symbole machen. Ein solches Symbol darf dann kaum noch scheitern, weil mit ihm eine politische Erzählung verbunden ist. Arday wurde zum Vertreter der armen Schwarzen hochgejubelt und genau deshalb fiel Kritik an seiner Person der Universität schwer, weil sie von „woken“ Agitatoren gern zur Kritik an einer Gruppe umgedeutet wird. Prüfung erscheint dann als Feindseligkeit gegen Schwarze und Verdacht als Rassismus.
Das schadet freilich allen schwarzen Akademikern mit tadelloser Leistung: Sie müssen dank „woker Standards“ pauschal gegen den Verdacht anarbeiten, geringere Karrierestandards für positiv diskriminierende Repräsentationsziele bekommen zu haben. Auf amerikanischen Eliteunversitäten war das schon bei der Aufnahme oft Standard: Nachdem schwarze Kandidaten viel weniger in Harvard repräsentiert wären, würden gleiche Prüfungsstandards für alle gelten, wird dort seit Jahren anhand ethnischer Grenzen unterschiedlich beurteilt. Asiatische und weiße Studenten mit besseren Noten wurden hier nicht aufgenommen, um Platz für Studenten mit afroamerikanischen und lateinamerikanischem Hintergrund mit schlechteren Noten zu haben! Als gegen diese rassenbasierten Aufnahmen geklagt wurde und das amerikanische Höchstgericht diese 2024 verbot, passierte folgendes in Harvard:
Zahl der Immatrikulationen schwarzer Studierender an der Harvard Law School sinkt um mehr als die Hälfte. Nachdem eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs (Supreme Court) die rassenbasierte Zulassung beendet hatte, verzeichneten einige juristische Fakultäten in diesem Herbst einen Rückgang bei schwarzen und hispanischen Studierenden. Harvard schien den steilsten Rückgang aufzuweisen. Harvard Law School verzeichnete 19 schwarze Studienanfänger im ersten Jahr, was 3,4 Prozent der Studierendenschaft entspricht – die niedrigste Zahl seit den 1960er Jahren.
https://www.nytimes.com/2024/12/16/us/harvard-law-black-students-enrollment-decline.html
Die Schuldumkehr
Arday erfand aber offenbar nicht nur akademische und sportliche Leistungen, sondern auch Diskriminierungserfahrungen. So soll ihm ein Schweinskopf vor das Haus gelegt worden sein, was bei einem Christen wie Arday wohl nach einer etwas seltsamen Art der Diskriminierung klingt. Die London Metropolitain Police widersprach den Darstellungen jedenfalls kategorisch! Interessanterweise änderten mediale und politische Akteure aber plötzlich den Ton nach Ardays Tod: Nun attackierte man vermeintlichen Rassismus, eine angebliche rechte Kampagne und Angriffe auf die Gleichstellung. Nicht der mutmaßliche Hochstapler und der Zusammenbruch seines hohen Lügengerüchts war Schuld am Selbstmord, sondern rechte Agitatoren in den britischen Boulevardmedien! Dabei ist es mehr als naheliegend, dass der Hochstapler Arday mit seinem Fall vom erlogenen Podest in die Bedeutungslosigkeit einfach nicht weiterleben wollte!
Den Suizid des einst jüngsten schwarzen Professors an der Elite-Universität von Cambridge, Jason Arday, nannte der britische Premierminister Andy Burnham am Wochenende „eine Tragödie auf so vielen Ebenen“. Und fügte hinzu: „Dies ist nicht der Moment für rasche Urteile. Wir sollten darüber reflektieren, wie es dazu kommen konnte.“ Verletzlich, vulnerable, nannte tags darauf seinen verstorbenen Freund auch Simon Baron-Cohen, Leiter des weithin berühmten Autismus-Forschungszentrums von Cambridge. Er hätte Schutz und Unterstützung gebraucht. Linke Intellektuelle hatten mittels einer Petition zu Monatsbeginn Arday gegen „falsche Anschuldigungen von Plagiarismus“ in Schutz genommen. Am Samstag legten sie flugs eine neue Petition auf, in der von falschen Anschuldigungen nicht mehr die Rede war – die Zweifel an Ardays Wahrheitsliebe waren unterdessen so stark geworden.
Auch der österreichische „Standard“ griff in seinem Resümee dann die Nebelgranaten der britischen DEI-Fraktion auf und titelte folgendermaßen:
Rechtslastigen Medien wird „Mobbing auf Leben und Tod“ vorgeworfen!
Die Geschichte ist also wieder einmal ziemlich bezeichnend! Premierminister Burnham muss einen mutmaßlichen akademischen Betrüger und Plagiator wie Arday nach seinem Tod nicht verurteilen. Er sollte lieber akademische Redlichkeit und Wahrheit verteidigen, auch wenn es ihm politisch nicht ins „woke“ Konzept passt! Jedenfalls sollte ein Premierminister keine Erzählung begünstigen, in der die Aufdecker und Kritiker eines Hochstaplers zum eigentlichen Problem werden. Burnham hat aber genau diesen Weg gewählt, weil er seine linke Basis hinter sich weiß. Pietät verlangt vielleicht Zurückhaltung gegenüber einem Toten, sie verlangt aber nicht, die Verantwortung lebender Institutionen unter den Tisch zu kehren.
Fazit
Man stelle sich nun eines vor: Wäre der überführte Betrüger Arday ein weißer Brite gewesen, hätte ihn nach seinem Selbstmord wohl kein Premierminister in Schutz genommen! Er wäre längst mit Schimpf und Schande von der Universität geflogen, anstatt trotz frühen Kritikern viel zu lange in dieser renommierten Position zu verharren. Nichts zeigt besser wie gefährlich positive Diskriminierung ist und warum das Zeitalter der Meritokratie im Westen ohne wenn und aber wieder zurückkehren muss! Arday ist nämlich in den USA und Europa natürlich kein Einzelfall. Viele Angehörige ethnischer Minderheiten und auch Frauen sind nämlich in akademische Positionen gehievt worden, primär weil man eine Position nicht mit dem besten Kandidaten besetzen wollte, sondern mit dem „richtigen“ Geschlecht und der „richtigen“ Rasse! Das war die Folge einer „woken“ zutiefst paternalistische Idee mit dem Ziel Angehörigen der ethnischen Minderheiten den Weg durch die Institutionen auf unfaire Art möglichst abzukürzen.
Die Universität Cambridge war ein Teil davon und wollte unbedingt eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte eines schwarzen Fakultätsmitgieds erzählen. Als früh Zweifel an der wissenschaftlichen Substanz ihres Stars Jason Arday auftauchten, führten sie offenbar nicht zu jener kompromisslosen Prüfung, die eine Eliteuniversität eigentlich veranlassen sollte. Später kam dann auch noch juristischer Druck gegen kritische Berichterstattung hinzu. Dass heute nach dem Selbstmord und damit dem Verantwortungsentzug Ardays ausgerechnet Kritiker und Medien pauschal auf die „woke“ Anklagebank gesetzt werden sollen, verdreht auf groteske Art und Weise die Verantwortungsfrage. Wer aus falsch verstandener Rücksicht Menschen nicht europäischer Herkunft offensichtlich akademisch weniger streng prüft wenn deren Hautfarbe ins Konzept passt, der behandelt Menschen nicht gleich, sondern diskriminierend und paternalistisch. Das Diskriminierungsopfer ist hier jedenfalls nicht Arday, sondern all jene Menschen die aufgrund seiner Lügen berufliche Nachteile in Kauf nehmen mussten!
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Links & Quellen
https://www.nytimes.com/2024/12/16/us/harvard-law-black-students-enrollment-decline.html