
Die PISA-Ergebnisse des Jahres 2025 liefern für Österreich und Deutschland eine unangenehme Doppelbotschaft. Beide Länder verfügen zwar noch immer über sehr (!) leistungsfähige einheimische Schülerinnen und Schüler, aber diese im globalen Vergleich höchst produktive Schülergruppe wird von den Ergebnissen der Schüler mit Migrationshintergrund massiv nach unten gezogen! Beide Länder erleben also wie ein beträchtlicher Teil ihrer zugewanderten Schülerschaft weit unter dem nationalen Bildungsniveau abschneidet. Wer nur auf den nationalen Durchschnitt blickt, übersieht hier ein epochales Migrations- und Integrationsproblem, das sich dank PISA 2025 nun auch in Punkten messen lässt. Blickt man aber mit ideologischen Scheuklappen nur auf das große Ganze, dann ergeben solche realen (!) Schlagzeilen Sinn: Historischer Tiefstand, hieß es in Berlin. Lese- und Mathematikleistungen so schlecht wie nie, war in Wien zu lesen. Bildungsminister und Schulbürokraten sprechen routiniert von „Licht und Schatten“, von notwendigen Reformen und – dem Klassiker – von zu wenig Geld und zu großen Klassen.
Besonders drastisch wird einem der Vergleich vor Augen geführt in der vorgelegten Auswertung der OECD-Tabellen zu Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik. Im ungewichteten Dreifächer-Mittel kommen Schüler ohne Migrationshintergrund in Deutschland auf rund 504 Punkte, Schüler mit Migrationshintergrund auf 430; in Österreich stehen rund 500 zu 442 Punkten. Unter den 52 verglichenen Systemen mit mindestens drei Prozent Migrantenanteil liegt Deutschland bei den Nicht-Migranten in der globalen Spitzengruppe und Österreich ebenfalls unter den besten zehn; beim negativen Leistungsabstand rangiert Deutschland auf Platz zwei, Österreich auf Platz sieben. Deutschland und Österreich haben also sehr leistungsfähige einheimische Schüler, zeigen aber einen der größten Abstände zu Schülern mit Migrationshintergrund.
„Wir haben uns zu spät auf eine heterogene Schülerschaft eingestellt. Es hat was mit Zuwanderung zu tun.“
Karin Prien, Bundesbildungsministerin von Deutschland (CDU), zitiert nach BILD: https://www.bild.de/politik/inland/pisa-2025-deutschland-unterbietet-niveau-in-lesen-mathe-und-naturwissenschaften-6a9fbbeb181cb962d488789f
Wer die PISA-Rohdaten aufschlüsselt, findet somit eine zweite Republik in der Republik: Ein Deutschland und ein Österreich, die es bei den einheimischen Schülern locker mit den besten Bildungssystemen der Welt aufnehmen könnten und ein zweites Deutschland und ein zweites Österreich, deren Leistungsabsturz so massiv ist, dass er den gesamten nationalen Schnitt nach unten reißt. Was hierzulande als allgemeine Bildungskrise verkauft wird, ist bei genauem Hinsehen etwas anderes, nämlich die Rechnung für eine planlose, teils illegale Einwanderungspolitik, die lange niemand hinterfragen durfte ohne als „rechtsextrem“ zu gelten.
Die PISA-Ergebnisse zeigen, dass die meisten Migranten außerhalb des Klassenraums kaum Deutsch sprechen.
Carmen Treml, Bildungsökonomin bei Agenda Austria, laut https://www.weekend.at/politik/pisa-studie-ergebnisse-migranten

Der starke Kern, den der Durchschnitt versteckt
Deutschland erreichte 2025 insgesamt nur 486 Punkte in Naturwissenschaften, 465 im Lesen und 464 in Mathematik – das sind für das Land historische Tiefststände. Österreich steht mit 497 Punkten in Naturwissenschaften, 467 im Lesen und 477 in Mathematik derweil nur wenig besser da, auch wenn man es dennoch über den OECD-Durchschnitt geschafft hat. Manche Kommentatoren sprechen von Mittelmaß, manche in Relation zur Vergangenheit gar von Absturz. Beides ist, gemessen an den Gesamtzahlen, erstmals eine korrekte Annahme. Nur ist es die halbe Wahrheit unseres Bildungssystems. Der Blick auf die Herkunft der Eltern verändert das Bild nämlich in eine ziemlich klare Richtung. In Naturwissenschaften erzielen deutsche Jugendliche ohne Migrationshintergrund laut OECD 521 Punkte, jene mit Migrationshintergrund 438. Das ergibt 83 Punkte Abstand. In Österreich sind es 519 zu 452 Punkten, also 67 Punkte Abstand. Die OECD definiert „immigrant students“ dabei enger als manche nationale Statistik: Beide Eltern müssen im Ausland geboren sein; als „non-immigrant“ gilt bereits, wer mindestens einen im Testland geborenen Elternteil hat.
Der eigentliche PISA-Schock lautet daher wie folgt: Deutschland und Österreich sind nicht einfach Länder, deren Schulen insgesamt nichts mehr können und deren Schüler viel weniger leisten. Sie sind vielmehr Länder mit enormen inneren Leistungsunterschieden zwischen Ausländern und derem Nachwuchs und Einheimischen! Das Schulsystem funktioniert für die Einheimischen also offensichtlich sehr gut – im globalen Vergleich – aber es krankt an der Migration und den niedrigen Leistungslevels von Schülern mit Migrationshintergrund! Der nationale Durchschnitt ist nämlich heute ein statistisches „Mischgetränk“ aus zwei Gruppen, deren Leistungen so weit auseinanderklaffen wie in kaum einem anderen Industrieland. Die OECD selbst weist beide Werte gesondert aus: einmal für Schüler ohne Migrationshintergrund, einmal für Schüler mit Migrationshintergrund. Genau diese Trennung verschwindet aber in den offiziellen Pressekonferenzen und Rankings fast vollständig, weil sie für linke Politik und Medien eine Erklärung liefert, die politisch unbequem ist.
Wenn Ihnen dieser Beitrag gefällt, abonnieren Sie per Registrierung unseren kostenlosen Newsletter! -> http://eepurl.com/hqc7zb
Was die Schlagzeilen verschweigen: Wir wären top, wenn wir homogen wären!
Schlüsselt man die Zahlen weiter auf, ergibt sich folgendes Bild: Deutschlands Schüler ohne Migrationshintergrund erreichen im Schnitt aus Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik 504 Punkte. Österreichs einheimische Schüler kommen auf 500 Punkte. Das sind Werte, mit denen beide Länder nicht im PISA-Mittelfeld, sondern in der absoluten Weltspitze mitspielen würden. Zum Vergleich: Das Vereinigte Königreich, von der OECD ausdrücklich als eines von nur acht Bildungssystemen genannt, die 2025 in allen drei Kernbereichen zu den zehn besten der Welt zählen, kommt mit 503,5 Punkten praktisch auf denselben Wert wie die deutschen Kinder ohne Migrationshintergrund. Estland, der gefeierte Musterschüler Europas, liegt mit 511 Punkten nur eine Nasenlänge voraus. Selbst die Schweiz, die international als Vorzeigeland gilt, kommt bei ihren einheimischen Schülern auf 513 Punkte – kaum mehr als Deutschland.
Mit anderen Worten: Ein Deutschland ohne Migrationshintergrund und ein Österreich ohne Migrationshintergrund wären keine Bildungskrisenländer. Sie wären Spitzenreiter, auf Augenhöhe mit jenen Nationen in Skandinavien und Ostasien, die in Sonntagsreden ständig als leuchtendes Vorbild zitiert werden. Diese Erkenntnis passt nur in keine Pressemitteilung, weil sie sofort die Anschlussfrage aufwirft, warum der Gesamtschnitt trotzdem so schlecht ausfällt. Die Herkunft und Qualität der Zuwanderer spielt dabei aber natürlich eine wichtige Rolle! PISA zeigt nämlich ebenso, dass ein hoher Migrantenanteil nicht automatisch schwache Ergebnisse erzeugen muss: Australien, Kanada, Neuseeland und Singapur etwa verbinden hohe Zuwanderungsanteile mit starken Leistungen. Die Gleichung „mehr Migranten = schlechtere Schulen“ ist daher wissenschaftlich nicht haltbar. Sie müsste in etwa so lauten: „mehr ungebildete Migranten = schlechtere Schulen“! Diese Erkenntnis sollte niemanden verwundern, der Österreichs Zuwandererprofil der letzten Jahre kennt!
Für die Politik ist diese Erkenntnis freilich keine Entlastung. Ein Staat unterrichtet ja keine statistisch „bereinigten“ mittelmäßigen Modellkinder, sondern reale Schüler mit realen Sprachständen und Familienverhältnissen. Wenn ein Einwanderungsland über Jahre Gruppen etwa aus rückständigen Staaten wie Syrien oder Afghanisten en masse aufnimmt, bei denen solche Risikofaktoren besonders häufig auftreten, ist das schlechte PISA-Ergebnis ganz klar das Ergebnis verfehlter Politik. Kanada oder Singapur zeigen uns in Europa, dass es durchaus darauf ankommt, WEN man aufnimmt und WELCHE Anforderungen man dann in der Schule durchsetzt.

Die Konsequenz: Migration muss bildungspolitisch selektiert werden
Österreich und Deutschland brauchen künftig weniger Integrationsromantik und Gleichmacherei und dafür mehr staatliche Selektion und Regulierung. Kinder ohne Migrationshintergrund sollten im System so behandelt werden, dass ihr hohes Niveau stabil bleibt. Bei Migranten müsste die Politik nachbessern und auf ein Mix von Investitionen und Abwanderung setzen! Niedrig qualifizierte Zuwanderung in ein Hochlohn- und Hochbildungsland darf nämlich nicht so behandelt werden, als sei jeder Zuzug langfristig folgenlos verdaubar. Wer dauerhaft einwandert, sollte möglichst früh nach Sprachkompetenz, Qualifikation und realistischen Bildungs- beziehungsweise Arbeitsmarktchancen selektiert werden. Wer keine Chance auf einen Lebenserhalt ohne Sozialstaat hat und das auch noch vererbt, der muss einfach zur Abwanderung in sein Heimatland motiviert werden! Bei Kindern sollte die Unterrichtssprache vor dem regulären Schulbetrieb zur verbindlichen Eintrittskarte werden: früh testen, verpflichtend fördern und bei gravierenden Defiziten intensiv vorbereiten.
Gleichzeitig müsste man im urbanen Raum – eine heikle Aufgabe – die Konzentration leistungsschwacher Schüler möglichst irgendwie begrenzen. Eine Schule, in der Lehrer einen erheblichen Teil der Stunde mit Sprachvermittlung, Disziplin und elementaren Grundlagen verbringen, kann den leistungsstarken Rest nicht beliebig weiterfördern. Das ist keine moralische Wertung über Herkunft, sondern Unterrichtsrealität. Integration darf jedenfalls nicht bedeuten, das Leistungsniveau der Institution nach unten anzupassen; sie muss Neuankömmlinge vielmehr an dieses Niveau heranführen.
Von 52 Ländern, für die überhaupt verlässliche Daten zu beiden Gruppen vorliegen, hat Deutschland jedenfalls die zweitgrößte Leistungslücke der Welt, nur getoppt von Finnland mit 79 Punkten. Österreich liegt mit Rang sieben ebenfalls in den traurigen Top Ten jener Staaten, in denen Zuwanderung das Bildungssystem am stärksten nach unten zieht. Es ist unter den Top 10 der Länder kein Zufall, dass es sich dabei fast ausschließlich um westeuropäische und skandinavische Wohlfahrtsstaaten handelt, die seit Jahrzehnten auf humanitäre und familiäre Zuwanderung statt auf gezielte Anwerbung qualifizierter Migranten setzen. Am anderen Ende der Tabelle stehen dann Länder, in denen Migranten genauso gut oder sogar besser abschneiden als Einheimische. In Kanada und Großbritannien liegt die Differenz bei plus einem Punkt, in Neuseeland und Hongkong bei plus fünf, in Australien bei plus elf. Kanada, Australien und Neuseeland betreiben seit Langem ein Punktesystem, das gezielt Qualifikation, Sprachkenntnisse und Bildungsniveau der Zuwanderer bewertet, bevor überhaupt ein Visum ausgestellt wird. Die Golfstaaten wiederum importieren fast ausschließlich hochqualifizierte Fachkräfte und Kinder von Expatriates, die ohnehin in Privatschulen unterrichtet werden. Deutschland und Österreich hingegen haben ihre Zuwanderung über Jahrzehnte überwiegend über Asyl, Familiennachzug und ungesteuerte EU-Binnenmigration organisiert, ohne jegliche systematische Prüfung von Sprachkenntnissen oder Bildungsstand vor der Einreise.
Fazit
PISA 2025 erzählt am Ende zwei Geschichten gleichzeitig, aber nur eine davon wird in Deutschland und Österreich offiziell erwähnt. Die eine Geschichte handelt von sinkenden Durchschnittswerten, überlasteten Lehrern und einer Generation, die angeblich insgesamt schlechter liest und rechnet als ihre Eltern. Die andere, unbequemere Geschichte handelt von zwei Ländern, deren einheimische Schüler nach wie vor zur Weltspitze gehören, deren Bildungssystem an der Integrationsfrage aber so gründlich gescheitert ist wie in kaum einem anderen Land der Erde. Wer die zweite Geschichte ignoriert, wird auch in drei Jahren wieder vor denselben Zahlen sitzen und sich fragen, warum Reformen bei den Klassengrößen oder der Digitalausstattung nichts bringen. Die Antwort darauf steht längst in den verfügbaren Daten, man muss sie aber auch lesen wollen.
Die logische Konsequenz aus diesen Zahlen ist unausweichlich: Wer über Bildungspolitik spricht, ohne über Zuwanderungspolitik zu reden, redet an der Realität vorbei. Kanada, Australien und selbst das in der EU ungeliebte Großbritannien zeigen, dass sich die Kluft zwischen Einheimischen und Zuwanderern schließen lässt, wenn man steuert, wer ins Land kommt, und Integration zur Voraussetzung statt zur bloßen Hoffnung macht. Solange Berlin und Wien diesen Schritt scheuen, werden sie bei jeder neuen PISA-Runde aufs Neue beklagen, was sie selbst durch jahrzehntelanges Wegsehen verursacht haben. Die eigenen Kinder wären längst Weltklasse – wenn man ihnen durch eine falsche Migrationspolitik nicht Steine in den Weg legen würde.
Unabhängiger Journalismus braucht Ihre Unterstützung!
Mit einer Spende helfen Sie den Fortbestand von „Der März“ zu gewährleisten!
Der Maerz e.U.
IBAN: AT68 5100 0831 1309 8000
BIC: EHBBAT2E
Vielen herzlichen Dank!
Liebe Leserinnen und Leser von „Der März“,
„Der März“ steht für kritischen und tiefgehenden Journalismus.
Wir analysieren Themen, die andere nur oberflächlich behandeln – oder gar nicht.
„Der März“ steht für klare Analysen, unbequeme Themen und andere Perspektiven.
Unabhängiger Journalismus braucht Rückgrat!
Wir sind keiner Partei verpflichtet, keinem Konzern und keiner öffentlichen Förderstruktur. Nur unseren Leserinnen und Lesern! Gründliche Recherche, sorgfältige Analyse und publizistische Freiheit entstehen nicht von selbst. Sie erfordern Zeit, Expertise und finanzielle Mittel. Als kleines ehrenamtliches Team investieren wir jede Woche viele Stunden in unsere Arbeit. Damit wir diese Plattform langfristig erhalten und weiterentwickeln können, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Jede Spende stärkt unabhängigen Journalismus und sichert die Zukunft von „Der März“.
👉 Mit 10 € helfen Sie, eine Stunde Recherche zu finanzieren.
👉 Mit 25 € ermöglichen Sie einen Hintergrundartikel.
👉 Mit 50 € tragen Sie zur Monatsfinanzierung unserer Plattform bei.
Wenn Sie unsere Arbeit schätzen, helfen Sie uns, sie fortzuführen.
Vielen herzlichen Dank für Ihre Treue und Unterstützung !
Das Team von „Der März“
Links & Quellen
https://www.iqs.gv.at/services/aktuelles/pisa-2025-ergebnisse-veroeffentlicht
https://www.weekend.at/politik/pisa-studie-ergebnisse-migranten