
Die Schlagzeilen vom Weltwirtschaftsforum in Davos hat vor allem der unnötige und für Europa gefährliche Trump-Poker um Grönland bestimmt. Das war eine geopolitisch gefährliche Situation, bei welcher der Fortbestand der NATO und des westlichen Bündnisses kurz in Frage stand. Doch es kam zum Glück anders! Nachdem diese trumpschen Ambitionen dank der Diplomatie von NATO Generalsekretär Mark Rutte und des wichtigen Widerstandes der Europäer vertagt bzw. in Form einer künftigen Vereinbarung vorerst gelöst werden konnten, können wir uns nun anderen relevanteren Aussagen von US-Präsident Trump am World Economic Forum in Davos widmen. Trump sprach in Davos 2026 nämlich Dinge aus, die politisch in Europa noch 2024 teilweise als „unsagbar“ galten, weil „woke“ Ideologie und linke politische Korrektheit dominierten. Trump setzte ideologisch damit wichtige Duftmarken, die vor allem für Europa und seine verbal wie politisch zaghafte politische Klasse sehr relevant sind. Es waren Aussagen wie diese zum Beispiel:
„Der Konsens war, dass […] Länder durch die Einwanderung neuer und völlig anderer Bevölkerungsgruppen aus fernen Ländern gestärkt werden könnten“, referierte der Präsident über die vergangenen Jahre. Sein Vorgänger Joe Biden und viele andere westliche Regierungen hätten diesen Weg „sehr törichterweise eingeschlagen, indem sie allem den Rücken kehrten, was Nationen reich, mächtig und stark macht“. Das Ergebnis seien „Rekorddefizite im Haushalt und im Handel“ gewesen, „angetrieben durch die größte Massenmigrationswelle in der Geschichte der Menschheit.“ Trump klagte: „Wir haben so etwas noch nie gesehen, viele Teile unserer Welt werden vor unseren Augen zerstört.“
Dank solcher gebrochener Tabus wie dieser können wir nun im Fahrwasser Trumps nämlich offen eines feststellen: Multikulti erwies sich in vielen Belangen in Europa als ein Desaster und die enorme Migrationswelle der letzten Jahre aus Afrika und Asien war schlicht keine gute Entwicklung für den Kontinent. Eine einfache Erkenntnis wird damit im Mainstream ausgesprochen, die Thilo Sarrazin freilich schon vor 15 Jahren proklamierte: Einwanderung aus wohlgemerkt „fernen Ländern“ kann positiv sein, MUSS es aber nicht sein. Es hängt nämlich immer von den Ländern und ihren Bürgern und deren kultureller Einstellung ab. Ein Einwanderer aus Japan mag volkswirtschaftlich und gesellschaftlich ein Gewinn sein, ein Einwanderer aus Somalia ist es statistisch gesehen nicht. Das zeigen Statistiken zum wirtschaftlichen Beitrag von Migranten überdeutlich, wie etwa die IZA-Studie aus den Niederlanden. Diese listet auf, wieviel ein nichtwestlicher Migrant den niederländischen Sozialstaat in seinem Leben letztlich kostet in Relation zu Niederländern und westlichen Migranten.

Der Nutzen von Migration: Welche Nationalitäten brauchen wir?
Die IZA-Studie hat sich am Beispiel der Niederlande – einem europäischen Land mit sehr hoher Migration – angesehen, welche Migranten der ersten Generation (!) wieviel zum Sozialstaat beitragen. Sie haben – und schon das ist ein Durchbruch gegen die „woke“ Ideologie – diese Erkenntnis nüchtern nach Nationalität quantifiziert und für alle Länder der Welt ausgerechnet und es dann „gewagt“, eine Grafik zu erstellen, die wir nun präsentieren wollen. Diese schlüsselt die Kosten der Migration für den Staat auf. Einwanderer aus westlichen Industriestaaten (z. B. Skandinavien, Nordamerika, Japan) leisteten über ihre Lebenszeit klare positive Netto-Beiträge für die niederländische Gesellschaft. Immigrantengruppen aus vielen nicht-westlichen Regionen (z. B. Teile Afrikas, Naher Osten, Karibik-Region) weisen im Schnitt durchwegs negative fiskalische Beiträge in den niederländischen Daten auf. Diese regionalen Muster spiegeln natürlich kulturelle Unterschiede wie auch Unterschiede beim Bildungsstand, der Arbeitsmarktteilhabe, Alter beim Zuzug, Familien- und Asylmigration wider.
Man erkennt dabei auch den prägenden Einfluss, den Religion und Kultur auf die Produktivität haben: Während Inder im Durchschnitt 15.000 Euro/Kopf zum Sozialstaat beitragen, kosten ihre pakistanischen Nachbarn den niederländischen Staat 150.000 Euro/Kopf. Der Vergleich ist hier besonders spannend, denn bis 1948 waren Indien und Pakistan schließlich ein gemeinsames Land: Britisch-Indien. Mit der Aufsplitterung in die Staaten Pakistan und Indien entwickelte sich dann über die Jahrzehnte in Pakistan eine dezidiert andere religiös gefärbte Kultur als in Indien. Am teuersten und damit mit Abstand am negativsten ist die Migration in die Niederlande (mit Kosten von mehr als 330.000 Euro pro Kopf) aus Ländern wie Afghanistan, Iran, Irak, Syrien, Sudan, Äthiopien, Eritrea und Somalia.
Ein Nordamerikaner, Schweizer, Skandinavier oder Brite bringt dem niederländischen Staat dagegen netto mehr als 210.000 Euro ein. Deutschland und Österreich liegen da in einem niedrigeren, aber ebenfalls positiven Bereich, während die ehemaligen Ostblockstaaten (Polen, Baltikum, Balkan) allesamt reine Kostenfaktoren für den Staat sind. Dabei betonen die Autoren, dass kulturelle Nähe zu Europa hier offenbar mit höheren Netto-Beiträgen korreliert – womöglich über bessere Arbeitsmarktintegration und bessere kulturelle Anpassung. Das alles sind freilich Erkenntnisse, die sich mit Blick auf den österreichischen Arbeitsmarkt wohl ebenso ähnlich darstellen werden. Die Arbeitsmarktpartizipation von Syrern, Irakern und Afghanen ist auch in Österreich auf einem Negativrekordniveau.

Wenn Ihnen dieser Beitrag gefällt, abonnieren Sie per Registrierung unseren kostenlosen Newsletter! -> http://eepurl.com/hqc7zb

Die Kosten der Multikulti-Gesellschaft
Bis dato haben wir in diesem Beitrag nun die Kosten der ersten Migrantengeneration betrachtet. Das IZA-Institut hat sich aber auch die Kosten der zweiten Generation – also der im Land geborenen Menschen mit Migrationshintergrund – angesehen! Es geht hier also um die Folgekosten von Migration in Form der nächsten Generation, bei welcher der Staat dann von der „Wiege bis zur Bahre“ mitzahlen muss. Es geht hier also um die Kinder der Ausländer, die in die Niederlande gekommen sind und sich dort niedergelassen haben. Genau dort, wo in der Folge für den niederländischen Staat bereits ab der Geburt natürlich Kosten anfallen, sei das über die staatliche Kinderbetreuung, Sozialleistungen oder das Kindergeld, Kosten für die Schule und später das Sozial- und Bildungssystem im Allgemeinen. Hier erkennt man nun, dass Migration in der zweiten Generation für eine westliche Gesellschaft erst „richtig“ teuer werden kann.
In der obigen Grafik sieht man schön, dass Migration aus den meisten Ländern der Welt in der zweiten Generation für den niederländischen Staat kein positives Geschäft mehr ist. Das liegt natürlich an einem gut ausgebauten Sozialstaat, der dem niederländischen Steuerzahler dann pro Migrantenkind der zweiten Generation eine hohe Rechnung ausstellt. Aber auch hier sind die Unterschiede natürlich enorm. Während die Niederlande ein Kind europäischer Migranten rund 100.000 Euro kostet, sind es bei Kindern afrikanischer oder arabischer Migranten teilweise bis zu 480.000 Euro. Von diesem staatlichen „Investment“ der Niederlande profitiert dann natürlich die niederländische Privatwirtschaft in Form von mehr verfügbarer Arbeitskraft / Talent und mehr potentiellen Unternehmensgewinnen. Deshalb machen die rund 100.000 Euro pro europäischem Migrant der zweiten Generation wirtschaftlich wohl einen gewissen Sinn. Wenn man aber nun wie in vielen afro-arabischen Ländern gleich eine halbe Million Euro als Staat für diese Menschen ausgeben muss, dann werden diese enormen Kosten auch die zusätzlich verfügbare Arbeitskraft dieser Menschen nicht wettmachen können.
Chinas Migranten entwickeln sich dafür – wohl wegen des besonderen Ehrgeizes chinesischer Familien – entgegen des IZA-Trends zu einem massiven Nettobeitragszahler, während sogar kulturell nahe Länder wie Deutschland und Österreich zu kleinen Kostenfaktoren werden. Skandinavier, Chinesen, Japaner und Schweizer sind jedenfalls die Modellmigranten: Sie sind finanziell wie wirtschaftlich ein Nettogewinn für eine Migrationsgesellschaft, selbst wenn diese massive Sozialleistungen von Geburt an ausbezahlt. Desaströs ist der Vergleich bei der Migration aus Afrika oder der Türkei oder Teilen Südamerikas: Hier betragen die Kosten pro Migrant bis zu 480.000 Euro.
Fazit
Die Trump Administration – angeführt von US-Präsident Trump und Vizepräsident Vance -thematisiert in Europa also korrekterweise und letztlich auch glücklicherweise ein Tabuthema, nämlich die Kosten nichtwestlicher Migration in den europäischen Sozialstaat. Die IZA-Studie zeigt schwarz auf weiß, warum kein Land der Welt eine übermäßige Migration aus Afrika, dem Nahen Osten und gewissen anderern Teilen der Welt anstreben sollte, sofern es über einen großzügigen Sozialstaat verfügt, der Migranten ein Leben lang durchfinanzieren kann.
Die von Donald Trump gestartete Debatte in Davos markiert also eine inhaltliche wie auch eine rhetorische Zäsur: Ökonomisch vernünftige aber kritische Positionen zur Migration, die zuvor als politisch riskant galten, werden nun dank Trump und Co. auch in Europa teilweise offen ausgesprochen. Es ist nämlich längst notwendig, dass Migrationspolitik stärker an messbaren ökonomischen Effekten ausgerichtet wird. Am Beispiel niederländischer Daten zeigt die IZA-Studie, dass sich fiskalische Kosten je nach Herkunftsregion von Migranten deutlich unterscheiden. Migration erscheint damit nicht länger als „woke“ moralische Pflicht, sondern auch als strukturelle Frage von benötigter Arbeitsmarktintegration, Bildungsniveau, Alter beim Zuzug und kultureller Passung.
Migration ist für Europa jedenfalls mit enormen Kosten verbunden und diese Kosten lassen sich nicht immer mit den wirtschaftlichen Vorteilen durch einen größeren Arbeitsmarktpool ausgleichen. Klassische Einwanderungsländer wissen das natürlich seit Jahrzehnten und haben – siehe etwa USA – genau aus diesen Gründen keinen gut ausgebauten Sozialstaat. In Österreich sieht man die verfehlte Migrationspolitik sogar am BIP der letzten Jahre: Seit der Pandemie ist das BIP/Kopf in Österreich einige Jahre lang gesunken! Hier wurde nämlich ein schrumpfender Kuchen auf immer mehr Menschen aufgeteilt, was den wirtschaftlichen Erfolg pro Kopf vermindert hat.
Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Dann abonnieren Sie jetzt kostenlos unseren Newsletter – und bleiben Sie immer top informiert über neue Artikel, Analysen und Hintergründe! Jetzt registrieren -> http://eepurl.com/hqc7zb
Finanzielles
Unterstützen Sie uns!
Mit einer Spende helfen Sie den Fortbestand von „Der März“ zu gewährleisten!
Vielen herzlichen Dank!
Liebe Leserinnen und Leser von „Der März“,
Unsere Seite ist ein Ort für kritischen Journalismus, tiefgehende Analysen und gut recherchierte Hintergrundberichte. Wir sind sehr stolz darauf, unabhängig zu arbeiten, denn das macht es uns möglich, Themen und Perspektiven zu behandeln, die in der Mainstream-Medienlandschaft oft untergehen oder anders rezipiert werden. Unsere Arbeit setzt akribische und sehr zeitintensive Recherche voraus und verursacht eben leider auch Kosten. Aus diesem Grunde sind wir auf die finanzielle Unterstützung unserer treuen Leser angewiesen. Nur mit Ihrer Unterstützung kann unser kleines ehrenamtliches Team nämlich auf Dauer bestehen bleiben und die mit der Herausgabe unseres Mediums verbundenen Kosten (Plattformfinanzierung, Lektorat, etc) abdecken. Jede Spende, egal wie klein, trägt dazu bei, unsere Arbeit zu finanzieren und unser Medium als Plattform für unabhängigen Journalismus zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Falls Sie direkt überweisen möchten, ganz ohne Paypal oder Kreditkarte, dann finden Sie hier unsere NEUEN Kontodaten:
Der Maerz e.U.
IBAN: AT68 5100 0831 1309 8000
BIC: EHBBAT2E
Vielen herzlichen Dank für Ihre Treue und Unterstützung !
Das Team von „Der März“
Links & Quellen
IZA-Studie: https://docs.iza.org/dp17569.pdf zur Migration in die Niederlande