
Ein Aufschrei ging jüngst durch das linke Österreich: Das Bundeskanzleramt will die linke NGO „Zara“, welches für – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit steht, nicht länger mit über 300.000 Euro Steuergeld im Jahr finanzieren. Sofort begannen die üblichen Verdächtigen – linke Parteien und andere linke staatlich unterstütze NGOs aufzuschreien. Es wurde vom so wichtigen „Kampf gegen Rassismus“ im so rassistischen Österreich (O-Ton alter Zara-Aussendungen) gesprochen, sodass nun Vizekanzler Babler aus linker Raison heraus nun wohl Geld aus einem sozialdemokratischen Ministerium auftreiben will. Aber zurück zu Zara. Zara ist ein 1999 gegründeter Verein, der archetypisch sich dem linken Kampf gegen alles Rechte verschrieben hat und der tief in der linksextremen „Kolonialismus“-Ideologie verhaftet ist. Laut dieser Idee sind „die Weißen“ zuständig für alles Schlechte in dieser Welt und „die Farbigen“ oder heute politisch korrekt die „BIPoCs“ (Black, Indigenous and People of Color) die „armen“ Opfer.
Deshalb erklärt man bei Zara auch, dass Indianerspiele böse und jodelnde Japaner gut sind. Man kann auch lernen, dass es richtig ist, ein Kino ausschließlich mit schwarzen Menschen zu füllen, denen dann erklärt wird, welch rassistisches Land Österreich ist. Vom antiösterreichischen Rassismus – etwa wenn christliche österreichische Kinder von muslimischen Mitschülern gemobbt werden – hört man von Zara dagegen nichts. Dafür demonstriert man „gegen rechts“ und diagnostiziert der ÖVP „rassistische Plakate“ im Wienwahlkampf. All dieses linksextreme Theater sollte man aus einer bürgerlichen Sicht zwar im Sinne der Meinungsfreiheit tolerieren, aber keinesfalls mit dem Geld der Steuerzahler erhalten. Familienministerin Bauer hat daher richtig gehandelt. Zara hat in der Vergangenheit sein Tätigkeitsfeld auf „Hassrede“ im Internet erweitert, was wohl ein Indikator dafür ist, dass man mit dem „Kampf gegen Rassismus“ wohl nicht ganz ausgelastet war. Dieses Faktum dient nun auch als linkes Argument für staatliche Gelder.
„Hass im Netz nimmt zu. ZARA leistet als Beratungsstelle einen wesentlichen Beitrag im Kampf gegen digitale Gewalt. Auf ZARA zu verzichten, können wir uns nicht leisten.“
Andreas Babler, OTS-Aussendung des Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport vom 20. April 2026. https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260420_OTS0125/vizekanzler-babler-und-ministerin-holzleitner-hass-im-netz-nimmt-zu-absicherung-der-angebote-ist-wesentlich?utm_source=chatgpt.com

Der Reflex des linken Förderstaats
Interessant ist an diesem Fall weniger Zara selbst als der politische Reflex, den die Causa auslöst. Kaum wird einer einschlägig positionierten NGO (Stichwort „Kampf gegen rechts“) der Geldhahn zugedreht, wird daraus in Stundenfrist ein angeblicher Angriff auf Demokratie, Menschenrechte und Opferschutz konstruiert. ORF, APA-OTS und zahlreiche Interessensvertreter berichten über drohende Betriebseinstellung, eingeschränkte Beratungsleistungen und den möglichen Verlust von rund 18 Arbeitsplätzen. Zugleich kündigten Babler und Frauenministerin Holzleitner schon an, „alle Möglichkeiten“ prüfen zu wollen, um den Fortbestand zu sichern. Genau hier liegt der Kern des Problems: In Österreich gilt für linke Vorfeldorganisationen offenbar nicht die Regel der Eigenverantwortung, sondern das stillschweigende Dogma der Daueralimentierung.
Das Büro von Familienministerin Bauer begründet den Förderstopp jedenfalls nüchtern mit notwendigen Einsparungen; aus der ÖVP kam zusätzlich der Hinweis, man müsse Förderungen „klarer ordnen“, Doppelgleisigkeiten vermeiden und Parallelstrukturen kritisch prüfen. Diese Formulierungen benennen im Gegensatz zur Empörung der anderen Seite ein real existierendes Problem, das in Österreich systematisch verdrängt wird: den Wildwuchs einer staatlich gemästeten NGO-Landschaft, in der Zuständigkeiten verschwimmen, politische Schlagseiten folgenlos bleiben und jeder Eingriff sofort als Sakrileg gilt. Gerade in Zeiten knapper Budgets wäre es eigentlich selbstverständlich, zuerst zu fragen, welche Aufgaben originär der Staat selbst wahrnehmen soll und welche Vereine nur deshalb überleben und überlebt haben, weil sie sich moralisch unangreifbar inszenieren.

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Die eigentliche Frage: Wer kontrolliert hier wen?
Zara wird von seinen Verteidigern als unverzichtbare Infrastruktur beschrieben, etwa als Beratungsstelle gegen Hass im Netz und sogar als „Trusted Flagger“ im Rahmen des Digital Services Act. Das mag alles politisch nützlich klingen, aber gerade dann müsste die Öffentlichkeit umso genauer fragen, ob eine Organisation mit klarer weltanschaulicher Schlagseite dauerhaft als quasioffizielle moralische Instanz auftreten soll. Wer nämlich politische Kampagnen, Sensibilisierungsarbeit und gesellschaftliche Deutung miteinander vermengt, ist eben nicht bloß neutraler Helfer, sondern Teil eines Milieus, das Macht über Begriffe, Bewertungen und Stigmatisierungen ausübt. Wenn ein solcher Akteur fast reflexhaft Anspruch auf öffentliche Finanzierung erhebt, dann kippt Zivilgesellschaft in etwas anderes um, nämlich in vorpolitisch verkleidete Staatsnähe.
Eine NGO ist, wie der englische Name schon suggeriert, eine Non-Governmental Organization, also eine Nichtregierungsinstitution. In Österreich füttert aber genau die Regierung ein Netz solcher Institutionen, die dann oft als berufliche Auffangbecken von Linken dienen. Werner Koglers ehemaliger Kabinettschef etwa landete nach seiner Politkarriere in einer solchen NGO, die davor noch mit einer netten staatlichen Förderung ausgestattet worden ist. Solche Ereignisse und „Zufälle“ werden seit den 1990ern – als der Aufstieg der FPÖ eine linke Gegenreaktion auslöste – immer häufiger. Dazu haben diese Organisationen auch ein inherentes Interesse daran, die Lage in Österreich besonders schlecht darzustellen. Schließlich leben sie ja vom „Kampf gegen Rassismus“ , den sie bereits auf Wahlplakaten der ÖVP im Wienwahlkampf 2024 fanden. Solche substanzlosen Vorwürfe häufen sich en masse in den Aussendungen und auch auf der Instagramseite von Zara, wie hier einige Ausschnitte demonstrieren.

Fazit
Der Fall Zara ist deshalb weit mehr als ein Streit um 330.000 Euro. Er ist ein Lehrstück über die politische Kultur dieses Landes. Bürgerliche, konservative oder rechte Politiker müssen sich in Österreich ständig rechtfertigen, rechnen, sparen und Prioritäten erklären. Linke NGOs hingegen präsentieren ihre Förderung wie ein Naturrecht. Fällt sie weg, wird nicht gefragt, ob der Steuerzahler diese Arbeit finanzieren muss, sondern nur, welches andere Ressort dafür einspringen wird. Man warnt zum millionsten Male vom Zusammenbruch der Demokratie und erfindet eine große hehre Mission, um solche Vereine weiterlaufen zu lassen. So entsteht ein linksintellektueller Verschiebebahnhof der Steuergeldverschwendung, auf dem sehr linke Ideologie mit teils bedenklich übertriebenen Ideen (Kolonialismusthese) mit öffentlichen Mitteln durchgefüttert wird, bis niemand mehr sagen kann, wo Aktivismus endet und staatlich geschützte Gesinnungsproduktion beginnt.
Familienministerin Bauer hat daher, bei aller noch zu erwartenden Empörungsfolklore, einen richtigen und überfälligen Schritt gesetzt. Wer Zara politisch für wichtig hält, darf den Verein selbstverständlich privat finanzieren, Spenden sammeln oder parteipolitisch unterstützen. Genau dafür gibt es in einer freien Gesellschaft jede Möglichkeit. Wenn die „Wiener Blase“ sich erklären lassen will, wie rassistisch sie denn nicht sei, dann ist ihr unbenommen, dafür zu spenden. Was es aber nicht geben darf, ist die laute oder nur stillschweigende Annahme, dass der österreichische Steuerzahler jede linke Erziehungsanstalt erhalten müsse, nur weil sie sich mit den richtigen Vokabeln umgibt, sei das gerade „Hate speech“ oder „Hass im Netz“! Um Hass im Netz zu bekämpfen, braucht es zudem keine beratende NGO, sondern die Polizei. Diese kann das nämlich unterbinden, bzw. zumindest stark sanktionieren. Nicht die Streichung dieser Förderung ist also der Skandal. Der eigentliche Skandal ist, wie selbstverständlich manche in Wien glauben, dass der Staat weltanschauliche linke Vorfeldorganisationen auf Dauer alimentieren soll.
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